Künstlerische Arbeiten

Kurt Strobeck

Aktuelle Arbeiten

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Ausstellungen

Museo della Città, Palazzo Vescovile, Acquapendente & Casa Fornovecchino, Torre Alfina, Italien:

Geometrie der Psyche 2012

DIE MATHEMATIK
DER GEFÜHLE
ÖFFNET DIE FENSTER
DER GEOMETRIE
DER PSYCHE
UND LÄßT EINEN WIND WEHEN
DER DEN KREUZWEG FORMT
DER SICH IN DEN SCHATTIERUNGEN
DER FARBEN VERSTECKT
UND EINE LINIE GIBT
DIE RICHTUNG AN
WOHIN DIE SUCHE GEHT.

Thomas Lange

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Casa Fornovecchino, Torre Alfina, Italien:

Serielle Konstruktionen 2021

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Offenes Galerieprojekt, Altona:

Frottagen – Natur und Kunst im Dialog 2023

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Galerie Renate Kammer, Hamburg (Gruppenausstellung):

Paperwork 2023/2024

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Galerie Renate Kammer, Hamburg (Gruppenausstellung):

Paperwork 2025

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Galerie Renate Kammer, Hamburg (Gruppenausstellung):

Geld spielt keine Rolle 2025

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Buchprojekte

Arbeiten im Raum 2005–2013

Künstlerbuch, Eigenverlag

Vorwort

Die Reduktion ist rigoros. Von allem Beiwerk befreit sind diese Objekte da. Form, Raum und Material stellen nichts dar, als das, was sie sind.

Gefüge aus polierten Metallplatten monumentalen Charakters, gefaltete Bleche und Winkelformen, auch Reihungen bilden sie. Vor Profanität schützt sie ein wesentliches Element, das in allen Objektteilen eine wichtige Rolle spielt, reflektiertes Licht. Es entstehen Brechungen der radikalen Flächigkeit, neue Raumordnungen, der metallenen Härte wird durch Diffusion ein großer Teil der Sprödigkeit genommen. Das polierte Material Metall wird gewissermaßen durchsichtig und transformiert sich zu einer Leichtigkeit, die das Gegenteil von der wirklichen Schwere des Stoffes ist.

Jörk Kalkreuter

Schwarzpapierlegung

Die gelegten Papiertafeln ordnen den Raum auf ungewohnte und überraschende Weise. Mit knappen Mitteln wird eine Uminterpretation des Raumzustandes erreicht. Der Raum wird regelrecht zum Bildträger. Auf seiner Basis entstehen Formationen, Objektflächen, Wege, immer durchbrochen von Fugen und Zwischenräumen. Verschiebungen und Versetzungen verursachen ein intensives Positiv-Negativ Wechselspiel, was Durchblicke erzeugt, die wieder eigene räumliche Anmutungen bedingen. Einen eigenen Reizpol liefern die Auflösungsprozesse der gelegten Großformen, es entstehen ornamentähnliche Inseln und Gruppierungen, die anscheinend frei im Raum schweben, oder sich erneut zu dichten, konzentrierten Figurformen zusammenziehen. So flutet der Prozess der Bildung und der Auflösung endlos ineinander.

Jörk Kalkreuter

MDF

Dieses spröde, karge Material wird geschichtet, gestellt, zu architektonischen Formationen angeordnet, Fläche, Körper, Raum greifen in den unterschiedlichsten Konstellationen ineinander. Die entstandenen Figuren sind teilweise hermetisch nach Innen gerichtet oder als entsprechende Polarität durch die Offenheit ihrer Konstruktion dem Außen vollkommen zugewandt.

Rhythmik ist die hauptsächliche Ordnungsform, aufeinandergestapelt, nebeneinandergestellt in einer bestimmten Anzahl ergeben sie geschlossene ästhetische Figuren. - Durchblicke, Zwischenräume und Abstände lockern die massive Materialpräsenz der MDF Platten auf. Unterschiedliche Färbungen sorgen für Brüche und bilden Spannungsregionen, die sich gegenseitig tragen und ein dichtes, ästhetische Bild ergeben.

Jörk Kalkreuter

Metallreliefe

Diese Werkgruppe hat einen vergleichsweise geringen Umfang. Sie besteht aus einfachen quadratischen, rechteckigen oder kreisförmigen dicken Eisen- und Aluminiumplatten, die entweder brüniert oder grob poliert sind. Wiederum zeichnet sich diese Gruppe durch klare Reduktion aus. Zentrales Anliegen ist das Spielen mit räumlichen Eigenschaften, den Höhen und Tiefen und die kompositorische Anordnung der Elemente zu einem ästhetisch überzeugenden Ganzen. Versetzungen, Schichtungen und Kippungen sind die Grundmerkmale der Komposition. Bedingt durch dieses Vorgehen kommt auch hier, wie bei der ersten Werkgruppe, der Faktor Licht als wichtiges mitgestaltendes Element ins Spiel. Formauflösung und Formkonzentration werden gleichermaßen durch diesen Faktor geprägt und geben den Arbeiten ihr unverwechselbares Gesicht.

Jörk Kalkreuter

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Die Geometrie der Psyche 2012

Künstlerbuch, Eigenverlag

Kurt Strobecks Arbeit zeigt zwei verschiedene, aber zusammenwirkende Handlungsmotive: einerseits die frei fließende Malerei auf Leinwand oder Papier, andererseits die geometrisch gedachte Skulptur, die manchmal zur Rauminstallation wird. Die zwei Ausdrucksformen sollten nicht als getrennte Wege gesehen werden, da sie, im Einklang ausgeübt, zwei grundlegende und sich ergänzende Aspekte einer Sprache und einer Forschung darstellen; sie klingen wie zwei Partituren einer Melodie.

Sowohl im Raum als auch in der Malerei, will Strobeck eine aufmerksame Analyse jener psychischen Strukturen durchführen, die der kreativen Handlung voran gehen. Der Künstler will nicht etwas darstellen, sondern die rationale und irrationale Impulse deutlich machen, die im Bruch zwischen Ausdenken und Ausführung des Werkes entstehen und sich in Formen und Bilder, in Geometrien der Psyche verwandeln. Sowohl in den strengen baulichen, als auch in den lyrischen, malerischen Äußerungen, erreicht der Künstler essentielle Bilder, die den Bruch wieder füllen und sich als Darstellungsarchetypen behaupten.

Durch die Formulierung von Strukturen, von zusammenhängenden Geometrien, erforscht und ordnet der Künstler jedes Mal den Raum, einen mentalen Raum der manchmal zu begrenzter Malfläche, manchmal zu weitem, dreidimensionalem Ort werden kann. Dort können die Innenimpulse des kreativen Prozesses aufgefangen und in Form gebracht werden, in einem ununterbrochenen Trachten nach ästhetischer und innerer Harmonie.

In diesem Ausstellungsprojekt, hauptsächlich den Räumen des Palazzo Vescovile von Acquapendente gewidmet, entsteht ein spannender Dialog zwischen der knappen, minimalen Sprache der Werke. der raumbezogenen Eingriffen Strobeks einerseits, und den Fresken, den Ausstattungen, den antiken Keramiken in einigen Sälen des Museums andererseits. Der mentale Raum des Künstler nimmt Platz in einem Kulturraum, der zur Geschichte der italienischen Mitte gehört.

Davide Sarchioni

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Frottagen 2013–2023

Künstlerbuch, Eigenverlag

Die Arbeiten, die in der Präsentation zu sehen sind, bedienen sich zu ihrer Bildhaftwerdung einer alten Technik, der Fachbegriff lautet Frottage oder auch Abreibedruck. Es handelt sich dabei um die Abreibung unterschiedlicher Materialien mit haptischer Qualität. Es wird ein Blatt Papier aufgebracht und auf diesem mit unterschiedlichen graphischen Mitteln, zb. Graphit, Kreide oder Kohle ein Abdruck hergestellt. Dieser Vorgang macht die Strukturmerkmale des darunterliegenden Materials sichtbar. Die Objekte die für diesen Zweck verwendet werden, haben entsprechende Eigenschaften, grobe oder feine Oberflächen, wie sie für Baumrinden, Äste, Gräser und Gestein typisch sind.

Dies ist zunächst eine Dokumentation von dem, was das Material von sich aus liefert.

Die gestalterische Kraft zeigt sich in der Auswahl des Ausgangstoffes, in der Formgebung, in der dieser als Abdruck erscheint, und in der Zusammenstellung und Reihung, wie die einzelnen Arbeiten angeordnet werden - das ist der starke ästhetische Reiz, der von den Blättern ausgeht.

Diese Bildwelt hat an sich schon, im positiven Sinn, anachronistische Seiten. Wo in der heutigen Kunst - oder vielleicht richtiger Kunstproduktion - findet noch eine solche Auseinandersetzung mit „der Natur“ statt? Es geht bei den hier gezeigten Arbeiten um etwas anderes als die Suche nach visueller Sensation oder Innovation zum Selbstzweck.

Es tut einfach gut, die Blätter in ihrer Einfachheit und Schönheit zu betrachten.

Jörk Kalkreuter

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Biografie

Porträt Kurt Strobeck
  • 1961Geboren in Minden
  • 1982Medizinstudium in Marburg. Künstlerische Arbeiten am dortigen Institut für Graphik und Malerei bei Thomas Lange, Berlin, sowie bei Jörk Kalkreuter in Hamburg
  • seit 1989Lebt und arbeitet in Hamburg

Ausstellungen und Beteiligungen

  • 1986Der heilige Sebastian, Philipps-Universität, Marburg
  • 1993Wolfsbilder, Zinnschmelze Hamburg – Einzelausstellung
  • 1997Kurt Strobeck Arbeiten von 1992–1997, atelier altona Hamburg – Einzelausstellung
  • 1998Kulturverein Grauen, Schneverdingen
  • 1999Galerie Marion Mentzel, Hamburg
  • 1999Luke 37, Ausstellungsprojekt im ehemaligen Güterbahnhof Hamburg-Altona
  • 2000Altonale, Hamburg
  • 2002Räume, Galerie M6 Christopher Geiger, Hamburg – Einzelausstellung
  • 2006Wandinstallationen, Galerie M6 Christopher Geiger – Einzelausstellung
  • 2007Reisefotographie, Produzentengalerie Jörk Kalkreuter, Hamburg – Einzelausstellung
  • 2008ohne Gegenstand, Produzentengalerie Jörk Kalkreuter
  • 2011Mutsuo and friends, Kunstverein Casa Fornovecchino, Castel Giorgio (TR)
  • 2012Die Geometrie der Psyche, Museo della Città, Palazzo Vescovile, Acquapendente (VT) – Einzelausstellung
  • 2014Anthropomorphien, Galerie M6 Christopher Geiger – Einzelausstellung
  • 2021Serielle Konstruktionen, Casa Fornovecchino, Torre Alfina (VT)
  • 2023Frottagen – Natur und Kunst im Dialog, offenes Galerieprojekt, Hamburg Altona – Einzelausstellung
  • 2023/24Paperwork, Galerie Renate Kammer, Hamburg – Gruppenausstellung
  • 2025Paperwork, Galerie Renate Kammer, Hamburg – Gruppenausstellung
  • 2025Geld spielt keine Rolle, Galerie Renate Kammer, Hamburg – Gruppenausstellung
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